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Nature Expeditions ist Perus führende Meeres-Ökotourismusfirma. Wir setzen Qualitätsstandards!
Wir glauben, dass verantwortungsvoll durchgeführter Ökotourismus wirksam zum Erhalt von Naturschutzgebieten und der natürlichen Umwelt beitragen kann. Wenn Ökotouristen reisen, unterstützen sie damit gleichzeitig eine Industrie, die mit dem Arten- und Naturschutz in Einklang steht.
Wenn Ökotourismus lokale Arbeitsplätze schafft, dann erhalten Ortsansässige einen Anreiz, sich im Umweltschutz zu engagieren und Arten zu schützen. Damit Ökotourismus erfolgreich ist, muss die lokale Bevölkerung eingebunden werden und Chancen auf nachhaltige Arbeitsplätze erhalten. Wir arbeiten, wann immer möglich, mit lokalen Arbeitskräften und bevorzugen es, in den lokalen Gemeinden einzukaufen.
Nature Expeditions ist eine Ökotourismusfirma mit einem Anspruch auf die Durchführung einer sanften Vorgehensweise bei der Tierbeobachtung. Als verantwortungsvolle Veranstalter verringern wir negative Umwelteinflüsse unserer Geschäftstätigkeit, wo immer möglich. Die Erfahrung und das biologische Hintergrundwissen unseres Personals machen es uns möglich, eine hohe Qualität in der Tierbeobachtung zu gewährleisten und gleichzeitig unseren Umwelteinfluss zu reduzieren. Um dies zu gewährleisten, haben wir die folgenden Richtlinien entwickelt:
1.) Müll und Umweltverschmutzung
Nature Expeditions versucht, Müll und Umweltverschmutzung wenn immer möglich zu vermeiden und nutzt alle wieder verwertbaren Substanzen erneut:
- Wir versuchen die Entstehung von Müll zu vermeiden wo immer möglich.
- Wir vermeiden Einwegverpackungen und Einweggeschirr wenn möglich.
- In unserem Büro versuchen wir, den Papierverbrauch zu reduzieren, indem soviel wie möglich im Computer gemacht wird.
- In unserem Büro setzen wir Wasser- und Energiesparmaßnahmen um.
- Alle wieder verwertbaren Materialien wie Papier, Plastikflaschen, Glas, etc werden separat gesammelt und anschließend einer Recyclingfirma zugeführt.
- Wir erwarten von unseren Partnerfirmen, dass sie mit unseren Umweltstandards mithalten und ihre eigene firmeneigene Umweltpolitik entwickeln.
- Wir lassen keinen Müll in der Natur zurück. Nicht wieder verwertbarer Müll wird immer aus den Naturgebieten heraustransportiert und dann auf öffentlichen und offiziellen Mülldeponien entsorgt. Organischer Abfall, der nicht aus dem Naturgebiet heraustransportiert werden kann, wird ordnungsgemäß vergraben oder anders abgelagert.
- Wir verbrennen niemals Müll.
- Wir benutzen für unsere Schiffe keine Spezial-Anti-Fouling-Farbe. Diese Farben, die heutzutage eigentlich für alle Schiffe benutzt werden, enthalten die Chemikalie Tributyltin (TBT), welches die Anhaftung von wirbellosen Organismen an den Schiffsrumpf verzögert. Wissenschaftliche Untersuchungen im Atlantik haben gezeigt, dass Fische und Vögel an der Chemikalie sterben. Diese lagert sich speziell in der Umgebung von Häfen und Schiffartslinien in hohen Konzentrationen im Meeressediment ab, wird von Wirbellosen aufgenommen und gerät in die Nahrungskette, wo sie sich in Fischen und Vögeln anreichert. Damit unsere Schiffe nicht zur Vergiftung der Meere beitragen, reinigen wir unsere Schiffsrümpfe einmal wöchentlich per Hand, indem unser Personal unter dem Schiffsrumpf taucht und ihn abschrubbt. Dies ist natürlich ein gewaltiger Aufwand an Zeit und Geld. Dennoch, auch wenn wir die Ersten und Einzigen sind, die dies in Peru tun – wir glauben, dass es die Arbeit wert ist.
- Wir Reduzieren den Treibstoffverbrauch unserer Schiffe und damit die Verschmutzung von Luft und Wasser, indem wir unsere Motoren mit Hydrofoil-Flossen ausgestattet haben, den Schiffschraubentyp optimieren und andere Anpassungen der Motoren vornehmen. Diese reduzieren nicht nur den Treibstoffverbrauch um bis zu 50 %, sie verbessern auch die Stabilität der Boote im Wasser und verbessern damit Ihre Möglichkeiten Meerestiere zu beobachten und gute Fotos zu machen.
- Wir benutzten nur Hochqualitätsöl für unsere Motoren. Das reduziert den Ölverbrauch und pflegt die Motoren. Gut gewartete Motoren verursachen weniger Umweltverschmutzung.
2. Artenschutz und Tierbeobachtung:
Tiere nehmen unsere Gegenwart war und können auf falsches Verhalten mit Verteidigung, Angriff oder Flucht reagieren.
- Alle Tiere haben eine bestimmte Fluchtdistanz zum Menschen. Diese ist unterschiedlich je nach Tierart, sowie je nach Tier und der Situation in der die Tierbegegnung stattfindet. Wenn wir diese Fluchtdistanz unterschreiten, wird sich das Tier zurückziehen. Unsere Touristenführer und Bootsbesatzungen achten darauf, die Fluchtdistanzen von Tieren wenn möglich nicht zu unterschreiten. Sie achten auf Verhaltensweisen der Tiere, die andeuten, dass sie sich bedroht fühlen, weisen unsere Kunden darauf hin und vergrößern die Distanz zum Tier. Wir führen aktiv Forschung durch, um die idealen Beobachtungsdistanzen für verschiedene Tierarten herauszufinden. Die Ergebnisse dieser Forschung bauen wir in unsere Tierbeobachtung ein.
- Tiere beobachten uns während wir sie beobachten. Durch einige unserer Verhaltensweisen können sie sich bedroht fühlen. Wir bewegen uns deshalb langsam und vermeiden unnötigen Lärm.
- Nature Expeditions erlaubt seinen Kunden nicht, während der Reise mit uns, geschützte Tierarten oder deren Teile, sowie Produkte aus geschützten Tierarten zu transportieren.
3. Nature Expeditions Prinzipien für die Beobachtung von Walen und Delphinen:
- Wir nähern uns an vorbeiziehende Wale und Delphine langsam von der Seite her an – Nicht von hinten oder von vorn.
- Wir vermeiden es, wenn immer möglich, den Weg von Walen und Delphinen zu kreuzen und versuchen, ihre Bewegungsrichtung vorherzusehen.
- Wen wir Walen und Delphinen begegnen, verringern wir die Geschwindigkeit unseres Bootes und bewegen uns stetig in einer Richtung, wenn immer möglich. Damit erreichen wir, daß sich die Tiere sicherer fühlen und sich an unsere Boote annähern.
- Wir vermeiden es, Wal- und Delphingruppen aufzuspalten.
- Unsere Bootsbesatzung achtet auf die Gegenwart anderer Boote. Delphine und Wale sollten sich niemals eingekreist fühlen.
- Unser Personal ist besonders vorsichtig bei Begegnungen mit Müttern und deren Kälbern.
- Wir versuchen niemals, Delphine zu füttern.
- Wir fordern unsere Kunden auf, sowenig Lärm wie möglich zu machen.
- Unser Personal wird darauf achten, ob die Tiere Anzeichen für Stress zeigen. Solche Verhaltensweisen können (je nach Situation) sein: Luft blasen unter Wasser, Schwanzflosse schlägt aufs Wasser (ist auch Jagdverhalten), unnormal lange Tauchgänge, Richtungsänderungen. Wenn wir solche Verhaltensweisen erkennen, werden wir den Abstand vergrößern oder den Kontakt abbrechen.
- Wir bieten keine Delphin-Schwimmprogramme an. Im Gegensatz zu Seelöwen, ist es von wilden Delphinen die in Familiengruppen leben, nicht bekannt, dass sie dazu neigen, freiwillig mit Menschen zu schwimmen. Delphine, die mit Menschen schwimmen, sind in der Regel Einzelgänger, die den Kontakt zu ihren Gruppen verloren haben und im Menschen einen Sozialersatz suchen. Wilde Delphine, die in Gruppen leben, fassen die Gegenwart von Schwimmern eher als Störung auf. Die Bootsmanöver, die von einigen Touristenfirmen durchgeführt werden, um ihre Touristen an die Delphine anzunähern (zum Beispiel werden Schwimmer an Seilen durch Delphingruppen gezogen oder die Boote schneiden Delphinen den Weg ab und lassen die Gäste vor den Delphinen ins Wasser springen) sind extreme Störungen für die Tiere. Wir bevorzugen eine respektvolle Annäherung und die Delphinbeobachtung vom Boot aus. Da wir Erfahrung darin besitzen, wie wir am Besten unsere Boote steuern, erreichen wir es oft, dass sich die Delphine an die Boote annähern – so nah, dass man sie fast berühren kann.
4. Richtlinien für Nature Expeditions Tauchgänge:
- Nature Expeditions veranstaltet und erlaubt keine Sportfischerei mit Harpunen in unseren Tauchgängen.
- Im Meer Perus gibt es keine Korallenriffe. Dennoch sind wir uns der Empfindlichkeit vieler Meeresorganismen auch im Kaltwasser bewusst. Wir weisen unsere Kunden darauf hin, dass sie keine Tiere anfassen sollten. Jedoch erlauben wir unseren Tauchführern unter bestimmten Umständen Tiere anzufassen (speziell Krabben und andere unempfindliche Tiere), um sie zu erzieherischen Zwecken unseren Kunden zu zeigen. Wir achten jedoch darauf, dass die Tiere mit größtmöglicher Vorsicht behandelt werden und danach in ihren natürlichen Lebensraum zurückgesetzt werden.
- Unsere Tauchguides werden unter Wasser Müll sammeln (speziell giftige Materialien wie etwa Batterien), solange dies nicht zulasten der Touristenführung geht. Wir halten unser Personal speziell dazu an, versehentlich in Netzen und Fischleinen verfangene Tiere zu befreien. Jedoch weisen wir unsere Kunden an, nicht an solchen Aktivitäten teilzunehmen, wegen der bestehenden Verletzungsgefahr.
Unser Tauchpersonal wird unsere Kunden auf die folgenden Verhaltensregeln umweltbewussten Tauchens aufmerksam machen:
- Tauche mit Vorsicht! Viele Meeresorganismen sind empfindlich und können durch versehentliche Schläge mit Tauchflaschen, Knien, Kameras, Tauchflossen oder durch schleifende Atemregler beschädigt oder gar getötet werden.
- Achte auf Dein Gleichgewicht und halte Deine Atemregler nah am Körper. Schwebe über dem Meeresboden.
- Verneide es, Meerestiere zu berühren oder zu manipulieren, um zu vermeiden, dass Nahrungssuche, Paarungsverhalten oder andere Lebensprozesse unterbrochen werden. Tiere anzufassen kann auch zu Verteidigungsverhalten führen und damit zu schwerwiegenden Verletzungen.
- Verstehe und respektiere das Unterwasserleben. Meerestiere als Spielzeug oder Futter für andere Tiere zu benutzen, trägt zur Zerstörung der Unterwasserwelt bei und beraubt zukünftige Taucher ihrer Taucherlebnisse.
- Sei ein Beispiel für andere. Als Taucher siehst Du mit eigenen Augen die Umweltzerstörung, -verschmutzung und Überfischung der Meere.
- Wenn Du im Kelpwald abtauchst, tauche mit den Füssen zuerst ab und drehe Dich dabei um die eigene Achse, während Du die Algen von Dir wegdrückst. Wenn Du mit dem Kopf voran abtauchen willst, hebe zuerst die Arme über den Kopf und tauche so ab. Wenn Du im Kelpwald auftauchst mach das Gleiche: dreh Dich im Kreis und drücke die Algen von Dir weg
- Wenn Du Dich versehentlich in den Algen verfängst, vermeide es, um Dich zu schlagen und Dich heftig zu bewegen. Das macht es nur schlimmer. Reiche langsam und ruhig um Dich herum und befreie Dich. Warte darauf, dass Dir Dein Tauchpartner hilft.
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